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"Pflege in Deutschland: Gerüstet für die Zukunft?" - das RIN Gesundes Altern bei der 7. Frühjahrstagung Telemedizin

Mit "Pflege in Deutschland: Gerüstet für die Zukunft?" wurde am 18. Juni 2018 im Haus der Ärzteschaft in Düsseldorf ein Top-Thema der derzeitigen gesundheitspolitischen Diskurse aufgegriffen. Inwiefern telemedizinische Anwendungen Lösungen auch im Kontext der pflegerischen Versorgung darstellen wurde anhand mehrerer Beispiele diskutiert:
Prof. Dr. med. Thomas H. Ittel, Vorstandsvorsitzender der Uniklinik RWTH Aachen zeigte eine Vision der digitalen Versorgung nach lettischem Vorbild auf und verwies in seinem Vortrag neben entlastenden Faktoren auch auf belastende Effekte der Digitalisierung für die Pflege. Georg Bornes, Gesundheitsladen Köln setzte in seinem Vortrag ein besonderes Augenmerk auf die Kompetenzentwicklung bei Patienten und fordert, die Mündigkeit der Patienten durch eine digitale Grundbildung nachhaltig zu fördern.

Prof. Dr. Gregor Hohenberg, Geschäftsführer Zentrum für Wissensmanagement Hochschule Hamm-Lippstadt, erläuterte interessante Ansätze bei der Nutzung von Telemedizin in der Selbsthilfe und der Einbindung jüngerer Generationen in die Seniorenarbeit.
In Ihrem engagierten Vortrag hob Prof. Christel Bienstein, Präsidentin des Bundesvorstandes des Deutschen Berufsverbandes für Pflegeberufe DBfK, Berlin, mehrere Vorteile der Digitalisierung im Kontext Pflege hervor, z.B.  schnellere Verfügbarkeiten, Arbeitszeitplanung, Telenursing, eLearning sowie eHealth Literacy.
Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung und Staatssekretär im BMG, Berlin hielt in seinem Beitrag ein Plädoyer für die Anbindung der Pflegeheime an die Telematik Infrastruktur und ging auf entsprechende Anpassungen auch bei den Aufgaben der verschiedenen Professionen ein. Zudem betonte er die Rolle der Kommunen, welche es im Sinne der Daseinsvorsorge einzubinden gilt.
Neben einem Projekt der außerklinischen Beatmung, Telehomecare wurde außerdem ein Projekt der Uniklinik Aachen zur Vermeidung von Hospitalisierung durch Telemedizin vorgestellt.
Die Veranstaltung gab einen vertieften Einblick in den derzeitigen Pflegediskurs und zeigte Wege auf, wie diesem auch durch neue digitale Lösungen begegnet werden kann.
Auch im Kontext der Veranstaltung bestätigt sich erneut, dass das RIN Gesundes Altern mit den eigenen Vorhaben, besonders dem Anstoß von Projektinnovationen in diesem Themenfeld gemeinsam mit seinen Partnern aktuelle Diskurse sowie hochrelevante Bedarfe aufnimmt, abbildet und angeht.

 

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