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Ergebnisse der Fokusgruppen

Aufbauend auf den Ergebnissen der 2013 durchgeführten Expertenbefragung, wurden in der ersten Förderphase des Regionalen Innovationsnetzwerkes „Gesundes Altern“ die folgenden vier themenzentrierten Fokusgruppen einberufen.

Die Fokusgruppen wurden organisatorisch von der Geschäftsstelle des Regionalen Innovationsnetzwerkes „Gesundes Altern“ betreut, der inhaltliche Diskurs wurde aber durch die Teilnehmer selbst bestimmt. So wurde sichergestellt, dass die Themen behandelt wurden, die aus Sicht der Experten wichtig sind.
Die Ergebnisse aus den Fokusgruppensitzungen wurden in folgenden Mind-Maps zusammengefasst. Sie bilden künftige Forschungsthemen sowie Handlungsbedarfe und -empfehlungen für Politik und Öffentlichkeit ab. Damit sind die Ergebnisse der Fokusgruppen auch handlungsleitend für die Arbeit in der zweiten Förderphase des Regionalen Innovationsnetzwerkes „Gesundes Altern“ (2016-2018).
Eine detaillierte Ansicht der Mind-Maps finden Sie hier.

 

 
Gesundheitsförderung und Prävention

Altern beginnt mit der Geburt; demzufolge beginnt auch der Ansatz für ein gesundes Leben bereits in der frühesten Kindheit. Gesundheitsförderung und Prävention werden als integrativer Präventionsansatz verstanden,  zu dem sich alle verantwortlichen, gesellschaftlichen Gruppen verpflichtet fühlen sollten. Das übergeordnete Ziel sollte es somit sein, möglichst lange bei bestmöglicher Gesundheit zu leben.
Handlungsbedarfe sehen die Mitglieder der Fokusgruppe in der Erweiterung von Präventionsangeboten im frühkindlichen Alter, in Kindergärten und Schulen,  weiter in einem qualifizierten betrieblichen Gesundheitsmanagement, bis hin zu altersadäquaten Programmen und  Präventionsangeboten für das dritte und vierte Lebensalter. Dabei wird die Fokussierung auf die häufigsten Krankheitsbilder, wie Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, Rückenschmerzen, Metabolisches Syndrom, Stress und Depression als notwendig erachtet.
Die Fokusgruppe besteht aus Teilnehmern der verschiedensten Bereiche wie aus Bildungs- und Forschungseinrichtungen, Kliniken, Seniorenvertretern oder Unternehmensberatung u.a. – ein inter- und transdisziplinärer Ansatz ist gewährleistet.  Somit werden von den Mitgliedern der Fokusgruppe interdisziplinäre Herausforderungen für das gesunde Altern zusammengetragen und deren Lösungsansätze  diskutiert und umgesetzt.


 

Soziale Teilhabe
Kernthese der Fokusgruppe „Soziale Teilhabe“ ist, dass sich die Sicht auf das Altern verändern muss. Altern, als Prozess betrachtet, beginnt bereits vor der Geburt, weshalb die Fokusgruppe eine „lebensspannenübergreifende“ Perspektive empfiehlt.
Die Fokusgruppe verfolgt einen Ressourcen- und nicht einen Defizit-orientierten Ansatz. Gesellschaftliche Bereiche sollen daraufhin untersucht werden, wie sie sich im Sinne konnektiver Gerechtigkeit nicht lebensphasenabhängig oder orientiert am kalendarischen Alter, sondern in Beziehung zueinander gestalten lassen.
Ziele für die weitere Zusammenarbeit in der Fokusgruppe sind die Begriffsbestimmung und ein Leitbild sozialer Teilhabe, das die Stärkung von Selbstbestimmung und Verantwortung in den Vordergrund stellt. Ein zweites Ziel besteht in der Erweiterung des Berufsverständnisses von Pflege um den Bereich der sozialen Teilhabe. Das dritte Ziel besteht in der strukturellen Förderung einer Quartiersperspektive.
Die Fokusgruppe besteht aus Teilnehmern der verschiedensten Bereiche wie Vertretern aus der Wirtschaft, von gemeinnützigen Organisationen, engagierte Dienstleister und Bürger u.a. – ein inter- und transdisziplinärer Ansatz ist gewährleistet. Somit werden von den Mitgliedern der Fokusgruppe interdisziplinäre Herausforderungen für das gesunde Altern zusammengetragen und deren Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt.

 

 

Wohnen im Alter
Das Thema Wohnen im Alter ist vielschichtig und weitläufig: Es geht nicht nur um bauliche Aspekte, sondern auch um die Berücksichtigung versorgungsunterstützender und bedarfsgerechter Anforderungen. Dabei sind die Anforderungen an Wohnung und Wohnumfeld weniger am Alter, als an den persönlichen Ressourcen der Menschen sowie deren Nachfrage und Bedarf festzumachen.
Die Fokusgruppe will sich dafür einsetzen, einen Bewusstseinswandel einzuleiten und den Komfort und Nutzen für alle Altersklassen sowie die damit verbundene Wertsteigerung der Immobilie in den Fokus zu stellen. Favorisiertes Modell sind durch Angehörige initiierte selbstverantwortete Wohngemeinschaften. Innerhalb der Gesundheitsregion Köln/Bonn plant die Fokusgruppe eine Initiative zur Umsetzung solcher Wohngemeinschaften sowie die Qualifizierung und Installierung von so genannten Beziehungskoordinatoren zur Unterstützung von Angehörigen.  Ziel ist es dadurch langfristig wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln und eine „Blaupause“ für andere Regionen zu liefern.
Die Fokusgruppe besteht aus Teilnehmern der verschiedensten Bereiche wie Vertretern aus der Wirtschaft, von gemeinnützigen Organisationen, engagierte Dienstleister und Bürger u.a. – ein inter- und transdisziplinärer Ansatz ist gewährleistet. Somit werden von den Mitgliedern der Fokusgruppe interdisziplinäre Herausforderungen für das gesunde Altern zusammengetragen und deren Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt.

 

 

Alternsmedizin
Sowohl Altersdiversität als auch Multimorbidität sind grenzüberschreitende Begriffe. Deshalb kann das Thema Alternsmedizin nur im Team angegangen werden. Formuliertes Ziel der Fokusgruppe ist es, dass der multimodale Outcome ein Alternsprozess mit Lebensqualität und Ressourcenmanagement in einem finanziell tragbaren Rahmen sein sollte.
Die Fokusgruppe sieht drei akute Problemfelder im Bereich der Alternsmedizin:

1. Verbesserung der aktiven Versorgung im Alltag zu Hause, insbesondere technische Erleichterungen, die ein langes Leben in den eigenen vier Wänden ermöglichen.

2. Interdisziplinäre Diagnosefindung bei komplizierten, kritischen Krankheitsverläufen. Ein akut verwirrter Patient zum Beispiel muss kompetent, ohne Kommunikationsverlust, wohnortnah und damit schlussendlich auch preiswert und kostensparend behandelt werden können.

3. Im Bereich der Polypharmazie stellt sich die Frage, ob jedes Krankheitsbild maximal therapiert werden muss und wie Reduktionen erreicht werden können. Behandlungsstrategien müssen dafür multimodal und vernetzt sein.

Die Fokusgruppe besteht aus Teilnehmern der verschiedensten Bereiche wie Vertretern aus der Wirtschaft, von gemeinnützigen Organisationen, engagierte Dienstleister und Bürger u.a. – ein inter- und transdisziplinärer Ansatz ist gewährleistet. Somit werden von den Mitgliedern der Fokusgruppe interdisziplinäre Herausforderungen für das gesunde Altern zusammengetragen und deren Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt.

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